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Tag der integrierten Versorgung Sachsen-Anhalt 2007

„integra – neue Wege zur Gesundheit“ für andere Bundesländer attraktiv?


Bad Schmiedeberg. "integra - neue Wege zur Gesundheit" ist das Projekt der Ersatzkassen zur integrierten Versorgung in Sachsen-Anhalt.
Gemeinsam mit den Partnern, der Klinik St. Marienstift in Magdeburg, dem Diakoniekrankenhaus Halle, dem Diakonissenkrankenhaus Dessau und der Rehabilitationsklinik Eisenmoorbad Bad Schmiedeberg veranstalteten die Ersatzkassen erneut einen Tag der integrierten Versorgung in Sachsen-Anhalt.
Diese Veranstaltung stieß bei allen Beteiligten auf großes Interesse, mehr als 70 Teilnehmer aus der Politik, der Ärzteschaft, stationären Ein-richtungen und Krankenkassen Mitteldeutschlands belegen dies.

"Die Ersatzkassen haben mit ihrem integra-Projekt wesentlich dazu beigetragen, dass Sachsen-Anhalt im Bereich der integrierten Versorgung zur Bundesspitze gehört. Im Mai 2007 wurde bereits der 15.000ste Patient behandelt. Das zeigt das enorme Interesse und Vertrauen unserer Patienten an dieser nunmehr seit fünf Jahren existierenden innovativen medizinischen Versorgung," erklärte Dr. Volker Schmeichel, Pressesprecher der Ersatzkassenverbände in Sachsen-Anhalt am Donnerstag in Magdeburg
Schmeichel weiter:
"Die Patienten sind mit der medizinischen Behandlung und der "Rundumversorgung" im gesamten Projekt äußerst zufrieden", dieses positive Zwischenfazit einer wissenschaftlichen Studie ist Beleg für das erfolg-reiche Wirken sowohl von niedergelassenen und operierenden Ärzten, als auch des medizinischen und administrativen Fachpersonals in allen Behandlungsorten
Jetzt komme es darauf an, dieses Versorgungsangebot auch in andere Standorte außerhalb Sachsen-Anhalts zu exportieren.

Die Vertragspartner haben aktiv die Erfahrungen aus nunmehr fünf Jah-ren Praxis geschildert und folgende Vorteile hervorgehoben:
Erstens: Für die Patienten von BARMER, DAK, TK, KKH, GEK und an-derer Ersatzkassen wird eine erstklassige medizinisches Versorgung garantiert. Die Patienten sind hochzufrieden.
Zweitens: Weil der stationäre Behandlungsaufwand sich deutlich güns-tiger gestaltet, sparen die Kostenträger.
Drittens: Für alle Leistungserbringer (Einrichtungen, operierende Ärzte und für die kooperierenden, niedergelassenen Ärzte) werden Planungssicherheit und Berechenbarkeit hinsichtlich einer qualitätsgerechten Versorgung garantiert.
Viertens: Das integra-Versorgungsangebot besitzt ein hohes Maß an Wirtschaftlichkeit und käme deshalb seit 2002 auch ohne die prinzipielle Anschubfinanzierung im Rahmen der integrierten Versorgung aus.

Neben diesen positiven Aspekten, wurden allerdings auch deutliche Bedenken gegenüber der zukünftigen Finanzierung in der gesetzlichen Krankenversicherung und den damit verbundenen Einschränkungen zur Erprobung innovativer Versorgungskonzepte von den Teilnehmern der Veranstaltung erhoben.
Schmeichel: "Die Politik schafft über die Einführung eines Gesundheitsfonds ab 2009 eine weitestgehende Gleichschaltung aller gesetzlichen Krankenkassen und verhindert damit zukünftig Innovationen. Hier fordern die Ersatzkassenverbände erneut die Politik zu einem grundsätzlichen Umdenken auf."